Sehnenentzündungen, medizinisch als Tendinitis bekannt, sind eine häufige und oft schmerzhafte Erkrankung, die Menschen aller Altersgruppen und Aktivitätsniveaus betreffen kann. Sie entstehen durch Überlastung, wiederholte Bewegungen oder Verletzungen, die zu Entzündungen und Degeneration von Sehnen führen. Chronische Formen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und die Ausübung alltäglicher Aktivitäten erschweren. Die Suche nach effektiven und schonenden Behandlungsmethoden ist daher von großer Bedeutung für Betroffene, um Schmerzfreiheit und Funktionswiederherstellung zu erreichen.
Was ist Perkutane Elektrolysebehandlung (PE)?
Die perkutane Elektrolysebehandlung (PE), auch als Elektro-Perkutan-Therapie (EPTE) bekannt, ist ein modernes interventionelles Verfahren zur Behandlung von degenerativen Sehnenleiden und chronischen Sehnenentzündungen. Bei diesem Verfahren wird eine feine Nadel unter Ultraschallkontrolle direkt in das erkrankte Sehnengewebe eingeführt. Anschließend wird ein schwacher galvanischer Gleichstrom appliziert.
Wie wirkt die PE-Therapie?
Der durch die Nadel fließende Strom erzeugt eine gezielte lokale physiochemische Reaktion. Diese löst eine kontrollierte Entzündungsreaktion im geschädigten Bereich aus, die den natürlichen Heilungsprozess des Körpers stimuliert. Es kommt zu einer verbesserten Durchblutung, einer erhöhten Zellaktivität und einer beschleunigten Regeneration des Sehnengewebes. Dies führt langfristig zu einer Reduzierung von Schmerzen und einer Wiederherstellung der Sehnenfunktion.
Symptome und Ursachen von Tendinitis
Tendinitis äußert sich typischerweise durch:
- Schmerzen, die sich bei Bewegung verschlimmern
- Druckempfindlichkeit über der betroffenen Sehne
- Leichte Schwellung und Rötung
- Eingeschränkte Beweglichkeit und Kraft
Häufige Ursachen sind repetitive Belastungen (z.B. bei Sportlern oder bestimmten Berufen), Übertraining, falsche Technik bei sportlichen Aktivitäten, aber auch altersbedingte Degeneration und mangelnde Flexibilität.
Behandlungsmöglichkeiten
Neben der PE-Therapie umfassen konservative Behandlungsansätze:
- Ruhe und Entlastung der betroffenen Extremität
- Kältetherapie (Eispackungen) zur Entzündungshemmung
- Physiotherapie mit Dehnungs- und Kräftigungsübungen
- Medikamentöse Therapie (nichtsteroidale Antirheumatika - NSAR) zur Schmerzlinderung
- Stoßwellentherapie
Die PE-Therapie wird oft bei hartnäckigen Fällen eingesetzt, die auf konservative Maßnahmen nicht ansprechen. Sie kann auch in Kombination mit Physiotherapie angewendet werden.
Präventive Maßnahmen
Zur Vorbeugung von Sehnenentzündungen empfiehlt sich:
- Regelmäßiges Aufwärmen vor sportlicher Betätigung
- Langsame Steigerung von Trainingsintensität und -umfang
- Ausreichende Dehnung und Kräftigung der Muskulatur
- Ergonomische Anpassung des Arbeitsplatzes
- Vermeidung von repetitiven Überlastungen