Knochen sind mehr als nur das Gerüst unseres Körpers; sie sind lebendige, dynamische Gewebe, die sich ständig auf- und abbauen. Mit zunehmendem Alter, aber auch durch verschiedene Krankheiten und Lebensstilfaktoren, kann dieser Prozess aus dem Gleichgewicht geraten. Dies führt zu einer Abnahme der Knochendichte, was das Risiko für Osteoporose und damit für schmerzhafte und potenziell lebensbedrohliche Knochenbrüche erheblich erhöht. Die gute Nachricht ist, dass Osteoporose oft frühzeitig erkannt werden kann, bevor es zu ernsthaften Komplikationen kommt. Ein wichtiges Werkzeug in diesem Prozess ist die Knochendichtemessung. Sie liefert wertvolle Informationen über die Stärke und Integrität Ihrer Knochen und hilft Ärzten, das individuelle Frakturrisiko einzuschätzen und gezielte Empfehlungen auszusprechen.
Wozu dient die Knochendichtemessung?
Die Knochendichtemessung, medizinisch als Osteodensitometrie oder DXA-Scan (Dual-Röntgen-Absorptiometrie) bezeichnet, ist die Goldstandardmethode zur Bestimmung der Mineraldichte Ihrer Knochen.Warum ist eine niedrige Knochendichte problematisch?
Eine reduzierte Knochendichte ist das Hauptmerkmal der Osteoporose. Osteoporotische Knochen sind poröser und fragiler, was sie anfälliger für Brüche macht, selbst bei geringen Stürzen oder Stößen. Besonders gefährdet sind die Wirbelsäule, die Hüfte und das Handgelenk.Wer sollte eine Knochendichtemessung durchführen lassen?
Die Empfehlungen variieren, aber generell wird die Messung empfohlen für:- Frauen nach der Menopause (insbesondere bei Vorliegen weiterer Risikofaktoren)
- Männer über 65 Jahre
- Personen mit familiärer Vorbelastung für Osteoporose
- Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen)
- Personen, die langfristig bestimmte Medikamente einnehmen (z. B. Kortisonpräparate)
- Personen mit einem früheren Knochenbruch ohne adäquates Trauma
Was sind die Behandlungsmöglichkeiten bei Osteoporose?
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Osteoporose und dem individuellen Frakturrisiko. Sie umfasst oft:- Medikamentöse Therapie: Verschiedene Medikamentenklassen wie Bisphosphonate, Denosumab oder auch Osteoporose-Therapeutika, die den Knochenaufbau fördern.
- Ernährungsumstellung: Ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel.
- Bewegung: Regelmäßige, knochenfreundliche Bewegung (z. B. Spaziergänge, leichtes Krafttraining) stärkt die Muskulatur und kann den Knochenstoffwechsel positiv beeinflussen.
Präventive Maßnahmen zur Stärkung der Knochengesundheit
Die beste Strategie ist die Prävention. Dazu gehören:- Ausgewogene Ernährung: Reich an Kalzium (Milchprodukte, grünes Blattgemüse) und Vitamin D (fettiger Fisch, Eier, Sonnenlichtexposition).
- Regelmäßige Bewegung: Belastungsübungen sind essenziell.
- Vermeidung von Risikofaktoren: Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sollten vermieden werden.
- Sturzprophylaxe: Sicheres Wohnumfeld schaffen, Sehvermögen und Gleichgewicht trainieren.