Der Moment, in dem die Geburt beginnt, ist eine Mischung aus Aufregung und Ungewissheit. Viele werdende Eltern fragen sich, wann genau der Körper signalisiert, dass die Geburt bevorsteht. Das Erkennen der Anzeichen von Geburtswehen ist von zentraler Bedeutung, um sich richtig vorzubereiten und im richtigen Moment die notwendige medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die typischen Symptome echter Wehen von vorzeitigen oder harmlosen Kontraktionen zu unterscheiden.
Wie erkenne ich, ob ich in den Wehen liege?
Die Geburt ist ein komplexer Prozess, der sich durch verschiedene Anzeichen ankündigt. Während die meisten Frauen irgendwann Anzeichen von Wehen verspüren, ist es wichtig, zwischen echten Geburtswehen und vorzeitigen oder Übungswehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen) zu unterscheiden. Echte Wehen sind der Motor, der den Muttermund öffnet und das Baby durch den Geburtskanal schiebt. Sie werden durch hormonelle Signale ausgelöst, die vom Körper der Mutter und des Babys ausgehen.
Symptome echter Wehen
Die Hauptunterschiede liegen in der Regelmäßigkeit, Intensität und Dauer der Kontraktionen. Echte Wehen weisen folgende Merkmale auf:
- Regelmäßigkeit: Die Kontraktionen treten in immer kürzeren Abständen auf und werden mit der Zeit regelmäßiger. Wenn Sie beispielsweise anfangs alle 15 Minuten Wehen haben, verkürzt sich der Abstand nach und nach auf 10, dann 5 Minuten.
- Intensität: Die Wehen werden stärker und schmerzhafter. Sie beginnen oft im Rücken und strahlen nach vorne aus, oder sie beginnen vorne und strahlen nach hinten. Der Schmerz lässt während der Wehe nicht nach.
- Dauer: Die Kontraktionen werden länger und dauern zunehmend länger an.
- Wirkung auf den Muttermund: Echte Wehen führen zur Öffnung (Dilatation) und zum Verkürzen/Verdünnen (Effacement) des Muttermundes. Dies ist das entscheidende Zeichen, das nur durch eine Untersuchung festgestellt werden kann.
- Keine Besserung durch Ruhe oder Positionswechsel: Im Gegensatz zu Braxton-Hicks-Kontraktionen werden echte Wehen durch Ruhe, einen Positionswechsel oder ein warmes Bad nicht schwächer oder hören nicht auf.
Andere Anzeichen, die auf den Beginn der Geburt hindeuten können, sind der Blasensprung (plötzlicher oder schleichender Flüssigkeitsverlust), der Abgang des Schleimpfropfs (manchmal mit Blut vermischt) und ein Druckgefühl im Beckenbereich.
Was tun, wenn Sie Wehen vermuten?
Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie in den Wehen liegen, ist es ratsam, die Kontraktionen zu dokumentieren. Notieren Sie sich:
- Beginn der Wehe
- Dauer der Wehe
- Abstand zwischen den Wehen
- Intensität der Wehe
Diese Informationen sind für Ihre Hebamme oder Ihren Arzt sehr wertvoll. Sie werden in der Regel angewiesen, sich bei bestimmten Anzeichen im Krankenhaus oder Geburtshaus zu melden, z.B. wenn die Wehen alle 5-7 Minuten auftreten und etwa 60 Sekunden dauern, oder wenn der Blasensprung eintritt.